Blueslegende aus New Orleans kommt nach Siedenbollentin

Antikhandel Tollensetal in der Presse

Siedenbollentin. Gemeinsamkeiten zwischen Berlin, Halle und Siedenbollentin zu finden – da muss man schon lange überlegen. Des Rätsel Lösung ist feine Bluesmusik, gespielt von John Fohl, einem der renommiertesten Bluesgitarristen aus New Orleans. Der wird im Rahmen seiner Deutschlandtour 2017 in den genannten Großstädten auftreten; am Samstag, dem 1. April, ab 20 Uhr aber auch Siedenbollentin mit seiner Musik entzücken.

Die Handwerker Uwe Schefferski und Gregor Knak haben den Gitarrengott für ihre Veranstaltungsreihe „Kultur auf dem Dachboden“ gewinnen können. In der Langen Straße 34 ist normalerweise die Möbelverkaufsausstellung des Fachbetriebs für Tischlerei, Antikhandel und Möbelrestaurierung „Schefferski & Knak“ zu finden. Über zwei Etagen verteilt sind hier jede Menge fachmännisch restaurierte Möbel aus Stilepochen zwischen Barock, Biedermeier und Jugendstil ausgestellt. Doch wenn eine Veranstaltung ansteht, wird zumindest auf dem 215 Quadratmeter großen Dachboden kräftig umgeräumt. Etliche Möbel werden beiseite gerückt, Dutzende Stühle herangeschafft und alles für die Gäste gemütlich gemacht. „Wir wollen etwas Kultur aufs Land bringen und überlegen, ob man hier oben nicht Lesungen, kleine Konzerte oder Ausstellungen etablieren könnte“, überelgte Uwe Schefferski vor drei Jahren. Mittlerweile bereitet der engagierte Grapzower mit dem John-Fohl-Konzert die achte Veranstaltung vor – das Konzept ist aufgegangen. Neben der guten Musik können sich die Gäste auch über kleine Snacks und Getränke freuen und während der Pause reden, frische Luft schnappen oder einen Rundgang durch die sehenswerte Möbelverkaufsausstellung machen.

John Fohl gilt als einer der international erfahrensten Gitarristen der Stadt New Orleans. Durch seine Zusammenarbeit mit der Piano-Legende Dr. John, den er neun Jahre lang begleitete, erspielte er sich weltweit eine große Fangemeinde. Nach 15-jähriger Pause tourt er nun erstmals wieder in Deutschland. Unter dem Titel „Magic Blues Guitar from New Orleans“ spielt er einige Solokonzerte und präsentiert Eigenkompositionen seiner beiden CDs: „Time Ain‘t Waitin‘“ und „Teeth and Bones“. Die Zuhörer erwartet magisches Gitarrenspiel aus Roots-Blues und Südstaaten-Folk, gemischt mit der weichen Stimme eines Geschichtenerzählers. Karten gibt es an der Abendkasse.

Sebastian Haerter im Anzeigenkurier am 29.03.2017



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